Der italienische Autobauer Alfa Romeo musste in den vergangenen Tagen einen Rückruf bekanntgeben. Betroffen von der aktuellen Rückrufaktion ist die Giulietta. Weltweit müssen insgesamt 2.501 Fahrzeuge der Baureihe zurück in die Werkstätten. Betroffen sind nach Angaben des Autobauers Fahrzeuge mit der EG-Typnummer 191. Sie wurden zwischen Februar und März 2011 produziert. In Deutschland sind insgesamt 422 Fahrzeuge der Baureihe Giulietta betroffen. Ein Sprecher des Autobauers erklärte, dass eine mögliche Serienabweichung der Querlenker an der Vorderradaufhängung der Grund für den Rückruf ist.
Durch die Anomalie des Querlenkers können sich laut Alfa Romeo Mikrorisse bilden. Sie führen auf lange Sicht zum Bruch des Querlenkers. Dieser kann auch als Folge von weiteren außergewöhnlichen Stoßbelastungen an der Seite hervorgerufen werden. Durch den Bruch des Querlenkers wird die Fahrsicherheit erheblich beeinträchtigt. Im Rahmen des Werkstattbesuchs sollen bei den betroffenen Giulietta-Modellen die Querlenker an der Vorderaufhängung überprüft werden. Gegebenenfalls wird ein Austausch der Querlenker vorgenommen. Bei einem Austausch muss ein Zeitaufwand von rund drei Stunden eingeplant werden.
Bis heute genießt der Alfa 75 eine einzigartige Stellung in der Automobilindustrie. Mit diesem Modell hat der Autobauer Alfa Romeo seinen 75. Geburtstag gefeiert und zugleich einen Nachfolger für die legendäre Giulietta präsentiert. Doch auch wenn der Alfa 75 im Jahr 1985 sicherlich den Zeitgeist traf und auch einen gewissen Charme im Petto hatte, zeigte er sich von einer Seite, für die sich kein weiterer Designer entschieden hat. Auffallend war bei diesem Modell vor allem das graue Plastikband, das um die Hüften des Alfa 75 geschwungen wurde. Mit ihm hat der Autobauer den Zeitgeist des Plastic Age-Zeitalters aufgegriffen.
Dabei war genau dieses Plastikband weder hübsch noch praktisch. Doch die Idee der Italiener war sonderbar und konnte aus genau diesem Grund die Aufmerksamkeit der automobilen Industrie auf sich ziehen. Allerdings hatte der Alfa 75 noch einiges mehr zu bieten. Da wäre zum Beispiel die keilförmige Stufenheckkarosse. Zudem mangelte es dem Modell nicht an potenten Motoren, deren Leistungsspektrum immerhin von 107 bis 280 PS reichte.
Alfa Romeo hat bei dem Modell erneut Hand angelegt und hat das Auto mit einem neuen TCT-Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen ausgestattet. Außerdem erhielt der Alfa Mito ein Start-Stopp-System. Mit den Änderungen ist der neue Alfa noch wirtschaftlicher und dürfte zu den Highlights auf dem Pariser Autosalon gehören.
Doch auch der Alfa Romeo Giulietta kann sich sehen lassen. Dank dem neuen Zweiliter-Dieselmotor und 140 PS unter der Haube kommt der Giulietta auf 100 Kilometer mit sparsamen 4,5 Liter aus. Anhand der Änderungen wird deutlich, dass sich Alfa Romeo eine neue Sportlichkeit ins Lastenheft geschrieben hat. Dabei soll diese vor allem effizienter ausfallen wie bisher. Neben den Giulietta und dem Mito wird sich Alfa Romeo auf dem Pariser Autosalon mit dem neuen Modelljahr des verjüngten 159 präsentieren. Alle Modelle, die der Autobauer im Petto hat, sind verbrauchsreduziert und dürften damit den Zahn der Zeit treffen. Das sparsamste Modell in der Riege ist jedoch der Mito, der mit einem 1,3-Liter-Mulitjet-Diesel ausgestattet ist und sich zudem in der Eco-Version präsentiert.
Mit dem Giulietta setzt Alfa Romeo auf ein Auto, das sowohl optisch als auch technisch überzeugen kann. Ab September werden aber nicht nur erfahrene Autofahrer von dem Giulietta profitieren können. Alfa Romeo gab in den vergangenen Tagen bekannt, dass das neue Modell auch als Fahrschulwagen dienen soll. Zweifelsohne kann sich der Giulietta als Fahrschulwagen sehen lassen. Immerhin musste er sich in den vergangenen Wochen selbst einer umfangreichen Prüfung unterziehen. So erhielt das Modell die TÜV-Zulassung für die typische Doppelpedalerie.
Damit sich die angehenden Autofahrer im Giulietta voll und ganz auf das Autofahren konzentrieren können, möchte Alfa Romeo das Modell mit einem Head-up-Display ausstatten. Als Fahrschulwagen wird er also manch ein Extra bieten, das durch den Autobauer in einem speziellen Paket angeboten wird. Was das Paket im Detail bietet und mit welchem Kostenaufwand es für Fahrschulen einhergehen wird, möchte der Autobauer jedoch erst im September bekanntgeben. Feststeht jedoch, dass so manch ein Fahrschullehrer durchaus seinen Spaß mit dem Giulietta haben dürfte.
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